Ich habe schon ein paar mal erwähnt, dass ich der Meinung bin, jede/r sollte programmieren können. Zumindest so ein bisschen. So wie man vielleicht keinen Tisch schreinern kann, aber doch einen Nagel in die Wand hämmern, ohne einen Handwerker zu rufen. Und warum? Weil man damit einfach das eine oder andere Alltagsproblem lösen kann. Nehmen wir mal an, da gibt es einen Digitaltag mit rund 1.400 Veranstaltungen. Und am Ende stellt man sich die Frage: Wie wie viele Stunden Programm waren das jetzt ...

Videokonferenzen haben ja lange Zeit ein Schattendasein geführt. Galten irgendwie ein bisschen nerdig. Haben eh nie richtig funktioniert. Und überhaupt: Wofür braucht man die denn, entweder schnell per Telefon oder doch Face-to-Face treffen. Durch das erzwungene “social distancing” konnten sie jetzt in einer ziemlichen Breite belegen, dass sie a) doch leidlich funktionieren, b) man viel besser miteinander sprechen kann, als nur am Telefon und c) das eigentlich auch eine gute Sache sein kann, wen...

Unser Sohn hat seit Weihnachten ein Smartphone. Ich kann jetzt sagen, die Inkubationszeit bis zur ersten WhatsApp-Gruppe mit Freunden liegt bei knapp vier Wochen. Und dann noch ein paar Tage, bis er beim Abendessen erzählt, dass dieser Coronavirus ja total gefährlich sei. Ein Kumpel habe in der Gruppe ein Video gepostet, in dem ein Mann erklärt, wie tödlich das Ding ist, dass uns Politik und Medien nicht die Wahrheit sagen und jeder das Video unbedingt sofort weiterleiten soll. Ich habe versucht...

Am Samstag gehe ich ins Fußballstadion. Nicht in Berlin, sondern zu Berlin, in Wolfsburg. Und was hat das mit Digitalisierung zu tun? Ich habe natürlich online Tickets gekauft. Erster Aha-Effekt: Nachdem man sich durch alles durchgeklickt hat, gibt es die einzige Versandoption per Post. Das ist a) teuer und b) drei Tage vor dem Event doch ein bisschen risikobehaftet. Und kann das sein? Keine elektronischen Tickets im Jahr 2020? Des Rätsels Lösung: Man bekommt E-Tickets nur angeboten, wenn man si...

Es gibt Worte, die klingen einfach schon so wunderbar deutsch und analog. Zum Beispiel "Personenbeförderungsgesetz" und "Rückkehrpflicht". Die regelt, dass Autos, die über Fahrdienste wie Uber oder Free Now gebucht werden, nach jeder Fahrt leer zum Betriebssitz zurückfahren müssen, wenn sie keinen direkten Folgeauftrag haben oder auf der Rückfahrt bekommen. Sie dürfen also nicht einfach an der nächsten Kreuzung warten, bis eine Anfrage reinkommt, das ist den Taxis vorbehalten. Und so hat auch da...

Wie buchstabiert man Zukunftsfähigkeit? Gestern wurde eine aktuelle Studie des Bitkom veröffentlicht, nach der wir in Deutschland aktuell 124.000 offene Stellen für IT-Experten haben. Vor allem Software-Entwickler werden händeringend gesucht. Nur mal so zur Einordnung: Vor zwei Jahren waren es mit 55.000 unbesetzten Stellen noch deutlich weniger als halb so viele. Jetzt wäre das schon absonderlich genug, wie man in eine solche Situation mit Ansage rauschen kann. Denn es fehlte ja nicht an Mahnun...

Es gibt so ein paar allgemein bekannte Weisheiten, die kann man überall anbringen und wird wohl nur Kopfnicken ernten. Die Deutschen sind pünktlich. In Deutschland gibt es zum Mittagessen Bratwurst und Sauerkraut. Und wenn man nach Deutschland kommt, bricht der Mobilfunkempfang ab. Für Letzteres kann jeder ein Beispiel aus seiner Lebenswelt beisteuern: Kein Handyempfang auf der Bahnstrecke nach Hannover! Schon mal zwischen Wannsee und Griebnitzsee versucht, im Internet zu surfen? In den Alpen au...

Endlich mal richtig Tempo in Deutschland in Zusammenhang mit dieser Digitalisierung. Der Aufbau eines “KI-Observatoriums” im Bundesarbeitsministerium geht viel schneller als gedacht und das Ding soll noch in diesem Jahr an den Start gehen. Schade nur, dass es nicht darum geht, KI-Entwicklung voranzubringen und damit auch aktiv unsere Werte und Moralvorstellungen in Technologie zu gießen. Es geht mal wieder vor allem darum, mit Künstlicher Intelligenz eine neue Technologie argwöhnisch zu beobacht...