Wie buchstabiert man Zukunftsfähigkeit? Gestern wurde eine aktuelle Studie des Bitkom veröffentlicht, nach der wir in Deutschland aktuell 124.000 offene Stellen für IT-Experten haben. Vor allem Software-Entwickler werden händeringend gesucht. Nur mal so zur Einordnung: Vor zwei Jahren waren es mit 55.000 unbesetzten Stellen noch deutlich weniger als halb so viele. Jetzt wäre das schon absonderlich genug, wie man in eine solche Situation mit Ansage rauschen kann. Denn es fehlte ja nicht an Mahnun...

Ich weiß gar nicht, seit wie vielen Jahren wir darüber diskutieren, dass wir diese Digitalisierung irgendwie in unsere Schulen bekommen müssen. Ja aber, Geräte hinstellen bringt ja nichts! Wieso brauchen wir überhaupt Digitales in der Schule, wichtiger sind doch die ganz analogen Fähigkeiten! Wir fahren alle Auto, aber keiner kann eines bauen - wofür muss dann jeder Programmieren lernen?! Alles richtig - und doch so falsch. Ohne Geräte und Internetverbindung geht leider gar nichts. Man kann digi...

Gibt es eigentlich noch irgendwelche Stellenanzeigen, in denen nicht IT-Kenntnisse der einen oder anderen Art verlangt werden? Also von Jobs, die man vielleicht auch haben möchte? Und kann man eigentlich noch verstehen, wie unsere Welt funktioniert, wenn man nicht Grundkenntnisse rund um Computer und Informatik hat? Wenn man sowas sagt, bekommt man gerne auch zu hören: Nö, man braucht keine solchen Kenntnisse, man muss ein Auto auch nicht reparieren oder bauen können, um es fahren zu dürfen. Sti...

Als ich vor knapp 5 Jahren unseren großen Sohn zum ersten Mal in die Kita gebracht habe, da hatte ich schon ein mulmiges Gefühl. Als westsozialisierter Papa hat man ja schon so sein Fragen, ob das gut sein kann, so ein winziges, kleines Kind alleine in eine so fremde Umgebung zu schicken. Mit so vielen anderen Kindern und Menschen, die sich Erzieher/in nennen. Um es kurz zu machen: wie Sohnemann (und später sein kleiner Bruder) reagiert haben, hat dieses mulmige Gefühl schnell vertrieben. Wenn e...

Manchmal hat man den Eindruck, dass Bildungspolitiker in Deutschland ihre Hauptaufgabe darin sehen, dass wir hierzulande bloß keine zu schlauen Kinder bekommen. Da gibt es eine überwältigende Mehrheit von Eltern, Schülern und sogar Lehrern, die sich vehement für ein Pflichtfach Informatik einsetzen, aber nur zwei oder drei Bundesländer, in denen sowas ähnliches Realität ist. Und jetzt? Jetzt schafft Baden-Württemberg Informatik ab - und ersetzt das Fach durch fächerübergreifende Medienbildung. ...

Smartphones gehören für Kinder zum Alltag. Mehr als 80 Prozent von ihnen nutzen die Geräte. Damit unterscheiden sie sich wenig von den Erwachsenen. Und 9 von 10 Schülern bringen ihr Handy auch mit in die Schule, unter anderem zum Musik hören, um Tafelbilder abzufotografieren und (jeder zehnte) auch zum Spicken. Nicht nur in in der Schule stoßen da Welten aufeinander, die Kids mit Hightech und doch noch viele Lehrer, die damit eher wenig anfangen können. Die ehrwürdige FAZ findet das alles auch e...

Gestern saß ich in der S-Bahn und war umgeben von vielleicht einem Dutzend 14- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler, die alle ein Smartphone in der Hand hatten. ZUnächst mal nicht ungewöhnlich. Aber sie haben alle auch noch das Gleiche getan - nämlich Quizduell gespielt. Das ergab dann Dialogfetzen wie "Boah! Wusstest Du, dass die Kiwi ursprünglich aus China kommt?" Oder "Zwei Zentimeter? Wer soll denn das wissen?" Kurzer Realitätsabgleich: Kann man sich vorstellen, dass eine ähnliche Schüle...

Heute erst entdeckt. Ein wunderbares Blog über die Erlebnisse einer - wahrscheinlich nicht ganz - alltäglichen Lehrerin: frl. krise interveniert. Ein ganz eigener Einblick in unser Bildungswesen. Unbedingt lesen! (Und merken, wenn man wieder wer sagt, anonyme Texte im Netz sind doch eh Müll.)...