Ich bin seit zwölf Jahren hauptberuflich Journalist, fast ausschließlich bei einer Tageszeitung in der Print-Redaktion. Seit geschätzten 25 Jahren bin ich aber auch Hobby-Programmierer. Basic, Pascal, C, Java, Python - was sich eben gerade eignet oder es zur jeweiligen Zeit auf dem jeweiligen System überhaupt gab. Und seit inzwischen auch einigen Jahren blogge ich, twittere ich, treibe ich mich an den digitalen Orten rum, die heute unter "Social Media" zusammengefasst werden. Insofern verwundert...

Ich bin unsolidarisch, arrogant, unfähig und ein echter Arsch - das würde ich von mir selbst natürlich nicht einfach so sagen. Und ich glaube auch nicht, dass es stimmt. Aber es gibt jemanden, der würde das vermutlich anders sehen: Hardy Prothmann, Journalist und Unternehmer, brancheninterner Vorzeige--Blogger. Herr Prothmann schreibt in einem Blogbeitrag einen recht langen Text - im Netz würde man es gemeinhin wohl als Rant bezeichnen - darüber, warum er keinen Funken Solidarität mit den streik...

Christian Jakubetz hat sich Gedanken über die Zukunft der (gedruckten) Tageszeitungen gemacht und diese in "10 Thesen" gepackt. Wieder mal Thesen, könnte man sagen. Wieder mal eine Zukunftsvision in den düstersten Farben. Was mir allerdings gefallen hat: Jakubetz hat sich nicht, wie so oft, an den Prominenten der Branche, den überregionalen Blättern, abgearbeitet, sondern er legt den Fokus auf die regionalen Zeitungen. Und er legt den Finger in die Wunde, etwa wenn er über Personalabbau spricht,...

Meine These: I-Pad & Co. werden irgendwo ihre Nische finden, vielleicht werden sie sogar unsere Computernutzung revolutionieren und irgendwann Net- und Notebooks verdrängen. Aber eine neue Technik alleine wird nicht dafür sorgen, dass die Medien so weiterexistieren können wie bisher. Wenn überhaupt, dann müssen Journalisten auch Angebote produzieren, die die neuen Möglichkeiten der Technik nutzen. Die muss jemand recherchieren, erstellen, aufbereiten, darüber mit Nutzern kommunizieren, verbe...

Auch wenn es unsere Online-Kollegen, die Content-Manager, nicht gerne hören werden - Journalismus statt Content könnte aus meiner Sicht eine Zukunftschance für Medien sein. Nicht mehr eine reine Debatte, auf welchen "Kanälen" zu welchem "Preis" man seine "Inhalte" am besten "verbreiten" kann, sondern eine Rückbesinnung auf die Kernkompetenz, auf den Journalismus. Den weder Twitter noch Blogger noch PR-Webseiten ersetzen können, weil sie es auch gar nicht wollen, sondern etwas ganz anderes mache...

Das Böse an dem Spot ist ja, dass vor allem der Einwand, dass in vielen Zeitungen immer weniger originär eigener Inhalt steckt, zutrifft. Und gerade in der Krise wird viel getan, dass es am Ende noch weniger ist, dafür wird dann noch billiger produziert. Auf der anderen Seite bin ich fest überzeugt, dass es gerade für regionale und lokale Nachrichten in Zeitungen keine wirkliche Alternative im Netz gibt. Zumindest sind mir noch keine Blogs etc. aufgefallen, die die Nachrichtenlage in Brandenburg...

Okay, heute war also Google-Tag. Nicht ganz so inszeniert, wie wenn Apple mal wieder eine neue Generation seines iPhone vorstellt. Die Bilder aus Mountain View von der Pressekonferenz sahen eher so aus, wie wenn der Landesverband einer mittelgroßen Krankenkasse zum Journalistentalk ladt. Aber das ist an sich ja noch nicht schlimm. Schlimmer war, dass so ziemlich alles, was Google da von ihrem neuen Handy "Nexus One" gezeigt hat, bereits durchgesickert war. Überraschungsmoment: Null. Ein technisc...