Nach meinem Verständnis als Journalist ist es wichtig, keiner Partei zu nahe zu stehen und ganz grundsätzlich alle mit einer gewissen Skepsis zu betrachten. Eine notwendige berufliche und professionelle Distanz. Nur alle paar Jahre werde ich als Bürger dazu gezwungen, mich selbst zu verorten - und eine Wahlentscheidung zu treffen. Und in diesem Jahr gehöre ich zu dem Schlag Wähler, die Infratest Dimap & Co. in den Wahnsinn treiben. Ich kann mich einfach nicht entscheiden, wen ich wählen soll...

Ich habe - trotz meiner Kritik - tatsächlich immer noch überlegt, ob ich nicht bei der nächsten Wahl der Piratenpartei meine Stimme geben sollte. Ich halte das Thema Internet und Zensur (im allgemeinen) für so wichtig, dass ich mir vorstellen könnte, dafür auch eine Ein-Punkt-Partei ohne realistische Chance auf den Einzug ins Parlament zu wählen. Funktionäre einer Partei, die bereits ein echtes Problem mit einem Holocaust-Zweifler und -Relativierer in Amt und Würden hatten, sollten sich mit...